Der SV Hösel trauert um Hubert Höfig, der kürzlich im Alter von 85 Jahren nach über 70 Jahren Vereinsmitgliedschaft verstorben ist. Mit ihm verlieren wir nicht nur ein langjähriges Mitglied, sondern einen Menschen, der unseren Verein über Jahrzehnte mitgeprägt hat.
Als Spielmacher der 1. Mannschaft prägte er einst das Spielgeschehen, doch sein Wirken ging weit darüber hinaus: Er gründete die 1. Altherrenmannschaft, förderte als Jugendtrainer den Nachwuchs und stand der 2. Mannschaft als Betreuer stets mit Rat und Tat zur Seite. Auch familiär setzte sich sein Engagement fort: Seinen Sohn Christoph meldete er direkt nach der Geburt beim SV Hösel an. Heute ist Christoph selbst Jugendleiter und Trainer der 2. Mannschaft – ein Zeichen, wie tief der Fußball in der Familie Höfig verwurzelt ist.
Unvergessen bleiben seine Auftritte mit den „Dribbelboys“, wenn nach Siegen seine legendären Lieder erklangen: „Kippenbogey“, „Wer hat uns das Spielchen verloren“ oder – ganz in den Farben seines Herzensvereins Schalke 04 und unseres SV Hösel – „Blau und Weiß“. Wer ihn kannte, weiß, dass Hubert Fußball nicht nur spielte oder beobachtete – er lebte ihn. Und manchmal feierte er ihn auch: Wie damals, als er mit über 60 Jahren im Trainingsanzug in der Discothek Moonlight eine spontane Aufstiegsfeier der 2. Mannschaft begleitete.
Auch als die Jahre ihren Tribut forderten, blieb Hubert dem Verein eng verbunden. Zu seinem 80. Geburtstag, bereits gesundheitlich angeschlagen, übernahm er noch einmal eine besondere Aufgabe: Mit einem symbolischen Anstoß weihte er den renovierten Platz des SV Hösel ein – ein Moment, der vielen in Erinnerung geblieben ist.
Hubert war immer da, wenn er gebraucht wurde – mit einem Rat, einer helfenden Hand oder einfach mit seiner herzlichen Art. Er hat diesen Verein mitgeprägt, und seine Geschichten werden noch lange erzählt. Der SVH ist am letzten Wochenende ihm zu Ehren mit Trauerflor aufgelaufen.
Heute haben sich viele Höseler, alte Weggefährten und Vereinsmitglieder bei der Trauerfeier verabschiedet. Mach’s gut, Hubsi. Niemals geht man so ganz.